Im Erstgespräch dreht sich fast alles um deinen Preis. Das ist nachvollziehbar – aber es ist die falsche Bezugsgröße. Die richtige Frage lautet nicht, was die Besetzung kostet, sondern was die Nicht-Besetzung kostet. Diese Zahl ist fast immer höher, und fast nie ausgerechnet.
Die einfache Rechnung
Eine unbesetzte Stelle kostet nicht das eingesparte Gehalt – sie kostet die Wertschöpfung, die nicht stattfindet. Als grobe Näherung rechnet man mit dem ein- bis zweifachen Bruttogehalt der Position, verteilt auf die Zeit bis zur Besetzung. Dazu kommen Effekte, die selten auf der Rechnung stehen:
- Überstunden und Mehrbelastung im bestehenden Team, oft mit Zuschlägen.
- Aufträge, die nicht angenommen oder verschoben werden.
- Qualitätsverlust und Fehler durch Überlastung.
- Fluktuationsrisiko: Wer dauerhaft die Lücke mitträgt, sucht irgendwann selbst.
Rechne diese Summe im Gespräch nicht im Kopf vor, sondern gemeinsam. Wer die eigene Zahl entstehen sieht, diskutiert danach anders über dein Honorar.
So setzt du es ein
Frag nach Position, Gehaltsrahmen und wie lange die Stelle schon offen ist. Drei Angaben genügen für eine belastbare Größenordnung. Unser Rechner macht daraus in wenigen Sekunden eine Monats- und Jahressumme, die du direkt zeigen oder dir zusenden lassen kannst.
Wichtig ist die Haltung dabei: Es geht nicht darum, Druck aufzubauen, sondern eine Entscheidung rechenbar zu machen. Wer sieht, dass drei weitere Monate Suche teurer sind als eine Beauftragung, entscheidet schneller – und selten gegen dich.